Die Neuzeit

Mit dem Beginn der Grosssilberprägung um 1490 fängt für den Numismatiker die Neuzeit an.

Grafschaft Schlick, 1 1/2 Taler 1526 (Vorder- und Rückseite

Grafschaft Schlick, 1 1/2 Taler 1526 (Vorder- und Rückseite)

Dank der Entdeckung reicher Silbervorkommen in der böhmischen Bergwerksstadt St. Joachimsthal und der goldreichen neuen Welt von Lateinamerika begann ein neuer Abschnitt in der Münzprägung. Die Grafen von Schlick liessen in Joachimsthal jene Münzen prägen, welche der Münze den Namen «Taler» gaben, ein Name, welcher heute noch im «Dollar» weiterlebt.

Reichsstadt, Schwäbisch-Hall Taler 1712Reichsburg Friedberg Konventionstaler 1766

Reichsstadt, Schwäbisch-Hall Taler 1712 (links), Reichsburg Friedberg Konventionstaler 1766 (rechts)

Der wirtschaftliche Aufschwung liess in ganz Europa eine Vielzahl von Münzen in Talergrösse entstehen. Jeder Münzmeister war bestrebt, neue Bilder in noch feineren Ausführungen zu schaffen. Neben den Brustbildern der Herrscher wurden auch Heilige und prächtige Städtebilder verewigt.

Frankreich, Double Louis d’or 1777 (Vorder- und Rückseite)Frankreich, Double Louis d’or 1777 (Vorder- und Rückseite)

Frankreich, Double Louis d’or 1777 (Vorder- und Rückseite)

In Gold gelangten vor allem Münzen in Form von Goldgulden, Dukaten, Kronen, Dublonen und Pistolen zur Ausgabe. Der Dukaten blieb aber bis ins 18. Jahrhundert Europas wichtigste Goldmünze.

Grossbritanien, Crown/Taler 1822 (Vorder- und Rückseite)Grossbritanien, Crown/Taler 1822 (Vorder- und Rückseite)

Grossbritanien, Crown/Taler 1822 (Vorder- und Rückseite)

Mit den Maschinenprägungen des 19. Jahrhunderts wurde die schon lange angestrebte Perfektion der Prägetechnik erreicht. Es entstanden die uns heute bekannten geprägten Metallscheiben, welche, von der Jahreszahl abgesehen, einander Leichen wie ein Ei dem andern.